Die Gebirgslärche - Richter-Holzqualitätskriterien für Lärchenholz

Herkunft

Wir verwenden ausschließlich Lärche (bot. larix decidua) aus den Alpen. Sie wächst in einer Meereshöhe von 1000 - 1800m und stammt aus nachhaltigem Anbau. Seit Oktober 2001 ist auch unser Holzlieferant gemäß EN 45011PEFC zertifiziert. Das Zertifikat bestätigt, dass hergestellte und gehandelte Nadelschnitt- und Rundhölzer aus nachhaltig bewirtschafteten Forsten kommen.

Die Lärche ist nach offizieller Einstufung ein mäßig fäulnisresistentes Holz, deutlich dauerhafter als z. B. Fichte und Tanne, deutlich weniger dauerhaft als Eiche oder insbesondere Robinie.

Lärche ist allerdings nicht gleich Lärche. Die Lärche, die wir verarbeiten, wächst in den Bergen ab 1000 m N/N und ist der „Flachland“-Lärche holzphysikalisch deutlich überlegen. Die Vorteile dieser in den Bergen (also langsam) gewachsenen Lärche sind erheblich:

  • weniger Harzgallen
  • geringere Splitterbildung
  • engere Jahresringe und dadurch erhöhte Festigkeit

und vor allem die erhöhte Dauerhaftigkeit.

Fällzeit

Unsere Lärchen werden im Winter gefällt, damit das eingeschnittene Holz abtrocknen kann, bevor im Frühjahr keimfähige Pilzsporen auftreten, die zu frühzeitigem Verrotten führen können.

Verkernung

Während des natürlichen Alterungsprozesses des Baumes werden Kernstoffe ins Holz eingelagert. Die Verkernung ist verantwortlich für die Fäulnisresistenz der Lärche. Eine gute Verkernung erkennen unsere Mitarbeiter an der roten Farbe des Holzes.

Splint

Wir haben unsere Holzqualitätskriterien verschärft. Gebirgslärchenhölzer werden so gut wie splintfrei ausgeliefert.

Jahrringbreite

Holz mit engen Jahresringen ist fäulnisresistenter. Wir verwenden für Querbäume und im Erdverbau besonders engringiges Holz. So haben solche Hölzer auf den äußeren zwei Zentimetern mindestens acht Jahresringe.

Geradschäftigkeit

Wir achten darauf, dass Palisaden im Erdverbau und für Querbäume zentrierte Jahresringe haben, so dass in der Randzone gleichmäßig engringiges, also widerstandsfähiges Holz zu liegen kommt. Wir lassen dort keine größere Exzentrizität der Markröhre als drei Zentimeter zu.

Pilzbefall

Gelegentlich wird schon der stehende Baum von holzzerstörenden Pilzen befallen. Solches Holz weist eine nur geringe Dauerhaftigkeit auf. Daher sortieren wir es konsequent aus.

Holzfeuchtigkeit

Holzzerstörende Pilze brauchen für ihr Wachstum besonders hohe Holzfeuchten. Wir erhöhen die Lebensdauer unseres Holzes durch natürliche Freilufttrocknung. Eine schon gut fortgeschrittene Trocknung zeigt sich bei Palisaden durch die beginnende Rissbildung. Unser Schnittholz ist bis auf 20 % Holzfeuchte heruntergetrocknet, bevor es verbaut wird.

Seit 1989 stellen wir dauerhafte Holzspielgeräte aus nicht imprägnierter Gebirgslärche her. Unsere Spielgeräte aus unbehandelten Gebirgslärchenpalisaden stehen in der Regel auf Stahlfüßen. Bei kurzen vertikalen Palisadenlängen verzichten wir zunehmend auf eine Stahlfußkonstruktion. Statt einer horizontalen Hirnholzfläche erhalten unsere Standpfosten aus Lärche einen Schrägschnitt, der mit Paraffinwachs eingelassen ist, um die Wasseraufnahme zu verhindern.