Peter Hannes

Vita/Lebenslauf

Peter Hannes
Peter Hannes

ist uns erstmals 1988 begegnet, als er noch an der Universität Stuttgart Architektur und Städtebau studierte. Durch die erfolgreiche Neugestaltung eines Aktivspielplatzes unter Mithilfe von Kindern und Eltern hatte er bereits wichtige Erfahrungen in seinem späteren beruflichen Tätigkeitsfeld gesammelt.

Seiner Kritik an der einfallslosen Gerätemöblierung von Kinderspielplätzen ließ er zunächst Seminare für Jugendhausmitarbeiter zum Selbstbau von Spielgeräten folgen. Danach plante er in Semesterjobs erste „klassische“ Spielplätze in Landschaftsarchitekturbüros, um schließlich die ersten Spielanlagen selbst zu entwerfen und unter Mithilfe von Bauhofmitarbeitern, Eltern und Kindern zu realisieren.

Nach Abschluss seines Studiums erhielt Peter Hannes von Prof. Kroner vom Institut für Schulbau einen Lehrauftrag zum Thema „Spielarchitektur“ an der Universität Stuttgart. Gleichzeitig gründete er sein eigenes Architekturbüro in Esslingen. Es folgten sowohl kleinere Aufträge von Kommunen für integrierte Spielkonzepte mit der Möglichkeit der Bürgerbeteiligung als auch größere Spielplanungen, etwa wie für die Internationale Gartenschau in Stuttgart, den Bootshafen in Lausanne oder die Bundesgartenschau in Gelsenkirchen.

Ab 1994 lebte Peter Hannes – mit einer Französin verheiratet und Vater von zwei Buben - in Frankreich, in der Nähe von Grenoble. Von dort aus verfolgte er sein Thema der Spielarchitektur in Zusammenarbeit mit der Firma Richter weiter. Er starb im April 1997 bei einem Gleitschirmunfall im Alter von 37 Jahren.

Inspiration

„Wir halten das pädagogische Konzept der Aktivspielplätze und Jugendfarmen, anhand eines realitätsorientierten „Soforthilfeprogramms“ auf die kinderfeindliche Umwelt zu reagieren, indem versucht wird (im Rahmen der offenen Jugendarbeit) die Kinder zum „aktiven Spielen“ anzuregen, für sinnvoll und unterstützenswert.

Im Sinne der Grundidee des „aktiven Spielens“ wollen wir die Kinder dazu motivieren, bei der Gestaltung ihres Spielplatzes entsprechend aktiv mitzuhelfen. Darüber hinaus suchen wir die enge Zusammenarbeit mit den Spielplatzbetreuern, den interessierten Eltern und der Stadt.

Unser übergeordnetes Ziel ist es, nicht nur zu entwerfen, sondern den Hoffnungen der Kinder zu entsprechen, die gemeinsamen Ideen zu realisieren. Um eine spätere Bauausführung zu ermöglichen, berücksichtigen wir bereits in der Planung die Verwendung einfacher Konstruktionen unter Einsatz billiger Materialien (vorhandenes Holz, Rundholz, Schrott, Bauabfälle ...).

Eine sinnvolle Planung für und mit Kindern ist nur dort möglich, wo die Kinder auch anzutreffen sind, d. h. Planung vor Ort!“