Der Spielplatz im mallorquinischen Castell de Bellver Park ist ein vielseitiger Spielraum, der soziale Interaktion, Fantasie, Motorik und selbstständiges Erkunden fördert. Der von schattenspendenden Pinien umgebene Spielplatz befindet sich unterhalb der Burg und zählt aufgrund seiner natürlichen Bodenstruktur als grüne Oase für Palma de Mallorca. Er wurde von der Richter Spielgeräte GmbH zusammen mit ihrem spanischen Partner BDU geplant und verwirklicht.
Der Naturspielplatz bietet vielfältige Spielmöglichkeiten für verschiedene Altersgruppen und verfügt über zwei Ebenen, die durch eine Böschung mit Felsen zum Hinauf- und Hinunterklettern sowie einer Rampe miteinander verbunden sind. Um die untere Ebene zu erreichen, können auch die Hangrutschen genutzt werden – ob eine der beiden Tunnelrutschen, die Muldenrutsche oder die eigens für Rollstuhlfahrer konzipierte Rutsche. Für ältere Kinder gibt es einen Kletterwald mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. An den herausfordernden Elementen wie einer Leiterbrücke, einer Seilbrücke, einem waagerechten dreieckigen Netz und einem Spinnennetz können Kräfte und Fähigkeiten spielerisch ausprobiert werden.
Angrenzend an den Kletterwald gelangt man über Hangelschlaufen zu einer Balancierkombination. Daneben integriert sich eine aus handbearbeiteten, unregelmäßigen Robinienrundhölzern zusammengefügte Kletterstruktur wunderbar in das natürliche Umfeld. Hier können auf kleinem Raum viele Kinder gleichzeitig spielen, klettern, Höhe erleben und sinnliche Erfahrungen an Händen und Füßen sammeln.
An der langen Seilbahn können sich vor allem größere Kinder und Jugendliche austoben, Geschwindigkeit erleben und dabei den Fahrtwind, allein oder auch zu zweit, genießen. Die große Sechseckschaukel bietet neben der reinen Freude am Schwingen zudem einen hohen Kommunikationswert. Die Spielenden können aufeinander zu schaukeln, sich dabei ansehen, oder sich mit den Füßen berühren. Besonders Jugendliche nutzen die Sechseckschaukel gerne als alternatives Sitzgerät für ein buchstäbliches „Herumhängen“.
Der große Sandkasten spricht besonders jüngere Kinder an. Die verschiedenen Sandspielgeräte wie der Drehkran, Matschtisch oder die Sandspielplattform für Rollstuhlfahrer animieren zu Rollenspielen, wie z. B. zum „Baustelle“-Spielen. Verschiedene liebevoll gestaltete Spielhäuser bilden ein kleines Dorf, das Kinder sofort in ihren Bann zieht. Ob zum Rückzug, Verstecken oder für Rollenspiele wie „Vater, Mutter, Kind“ – die Häuschen bieten vielfältige Spielimpulse. Die zweistöckige Hausgruppe kann über Leitern oder ein Kletternetz erklommen werden. Über den Verbindungssteg können sich die „Bewohner“ gegenseitig besuchen und anschließend über die breite Rutsche wieder hinunter „ins Tal“ sausen. Das kleine freistehende Spielhäuschen erweitert die Spielmöglichkeiten um Alltagsszenarien wie Einkaufen-, Post- oder Bahnhofspielen. Die kleine Veranda mit Sitzplätzen fördert zudem Kommunikation und Geselligkeit.
Die beiden Kommunikationsgeräte, die Konferenz und die Rufsäulen, ergänzen das Rollenspiel: Über die freistehenden, über ein unterirdisches Rohr verbundene Sprechstelen können die Kinder über Dutzende Meter ohne elektronische Verstärkung miteinander kommunizieren. Über die beiden Rufsäulen aus Holz werden Groß und Klein auf spielerische Weise mit den physikalischen Phänomenen des Schalls und der Fortpflanzung von Schallwellen konfrontiert. Für Kinder ist es faszinierend, die Stimme des Spielpartners über eine weite Distanz deutlich verstehen zu können.
Nach wildem Toben sorgen das sanfte Schaukeln in der Nestwiege, das Verstecken und leichte Wiegen in dem mit einem Dach geschützten Seilnest oder das gemeinsame Entspannen in der Hängematte für die nötige Ruhe.