Am 24. Juli war es endlich soweit – der neue Kinderspielplatz im Fuggerpark von Oberstdorf wurde feierlich eröffnet. Im Zuge der Neuplanung wurde der Spielplatz komplett barrierefrei gestaltet. Besonders hervorzuheben ist, dass alle Spielgeräte bis hinauf auf die oberen Ebenen der Burg – hier gibt es einen barrierefreien Rampenpfad auf 2,20m Höhe - für Kinder mit und ohne körperliche Einschränkungen nutzbar sind. Diesen ganzheitlichen barrierefreien Planungsansatz hat auch die EU-Förderstelle LEADER in Bayern entsprechend gewürdigt.
Neben dem Großspielgerät „Die Burg" wurden auch Schaukeln, ein Karussell und der Sandbereich mit Brunnen so ausgelegt, dass diese von allen Kindern genutzt werden können. Im Fokus der Planung standen das gemeinsame inklusive Spiel, die Kommunikation und Kooperation im Zusammenwirken der unterschiedlichen Kinder.
Neben verschiedenen Höhen und Schwierigkeitsgraden verfügt das Burgkonstrukt über zahlreiche Ein- und Anbauten, die für alle Altersgruppen Anreize bieten. So gibt es beispielsweise einen 6,20 Meter langen Netztunnel zwischen den Burgtürmen, der zum Kraxeln und Entdecken einlädt und durch die Seilstruktur den hindurchkletternden und -balancierenden Kindern die Sicherheit bietet, zu ihren Betreuungspersonen Augentontakt halten zu können.
Die oberen Ebenen der Burganlage verlässt man je nach Lust und Laune über Leitern und Kletternetze und -seile, Rutschstangen oder gewundene Tunnelrutschen.
Die Burganlage ist neben den verschiedenen Kletter- und Bewegungsmodulen auch mit einer Auswahl an Sinnesgeräten ausgestattet. Im Zerrspiegel kann man die Veränderung des eigenen Körpers beobachten, am „Merk Dir was“ kann man alleine oder mit mehreren Mitspielern Paare aus den mit Tiermotiven versehenen Holtäfelchen bilden, so wie man es aus dem bei Kindern beliebten „Memory“-Spiel kennt. Mittels der trichterförmigen Konferenz können zwei oder mehrere Kinder auch über eine größere Distanz hinweg miteinander kommunizieren, was gleichermaßen faszinierend und vergnüglich ist.
Neben der Burganlage befindet sich ein Bereich mit Schaukeln für verschiedene Altersgruppen und physische Gegebenheiten der Kinder. Schaukeln und Wiegen sind auf vielfältige Weise mit der kindlichen Erfahrungswelt verbunden. Immer wieder suchen Kinder Möglichkeiten, diese schwingenden Bewegungen zu erleben. In der Nestwiege zu liegen ist vor allem dann schön, wenn ein Mitspieler sie von außen in Bewegung setzt. Wenn mehrere „Küken“ im Nest sitzen, ist der Spaß besonders groß.
Eine weitere Besonderheit des neu eröffneten Inklusionsspielplatzes ist die nachhaltige Gestaltung des Bodenprofils aus speziellen Holzhackschnitzeln, die sich von handelsüblichen Frischholzhackschnitzeln dadurch unterscheiden, dass sie aus trockenen Hölzern hergestellt werden. Dadurch ist der Bodenbelag wesentlich langlebiger und muss nicht regelmäßig ausgetauscht, sondern lediglich in größeren Zeitabständen nachgefüllt werden. Er erhält seine besondere Struktur durch ein spezielles Produktionsverfahren, so dass die kleinen Holzhäcksel sich verzahnen können. Dadurch entsteht ein deutlich geringerer Wegspieleffekt und das Material ist auch mit Rollstühlen und Kinderwagen befahrbar – was hier auf dem Inklusionsspielplatz in Oberstdorf ein grundlegendes Erfordernis ist.
Insgesamt ist der neue Spielraum ein gelungenes Beispiel für zukunftsfähige Spielplatzplanung, die verschiedenste Gegebenheiten und unterschiedlichste Fähigkeiten der Kinder berücksichtigt, so dass hier letztlich ein kurzweiliges Vergnügen für die ganze Familie entstanden ist.
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Neben dem Großspielgerät „Die Burg" wurden auch Schaukeln, ein Karussell und der Sandbereich mit Brunnen so ausgelegt, dass diese von allen Kindern genutzt werden können. Im Fokus der Planung standen das gemeinsame inklusive Spiel, die Kommunikation und Kooperation im Zusammenwirken der unterschiedlichen Kinder.
Neben verschiedenen Höhen und Schwierigkeitsgraden verfügt das Burgkonstrukt über zahlreiche Ein- und Anbauten, die für alle Altersgruppen Anreize bieten. So gibt es beispielsweise einen 6,20 Meter langen Netztunnel zwischen den Burgtürmen, der zum Kraxeln und Entdecken einlädt und durch die Seilstruktur den hindurchkletternden und -balancierenden Kindern die Sicherheit bietet, zu ihren Betreuungspersonen Augentontakt halten zu können.
Die oberen Ebenen der Burganlage verlässt man je nach Lust und Laune über Leitern und Kletternetze und -seile, Rutschstangen oder gewundene Tunnelrutschen.
Die Burganlage ist neben den verschiedenen Kletter- und Bewegungsmodulen auch mit einer Auswahl an Sinnesgeräten ausgestattet. Im Zerrspiegel kann man die Veränderung des eigenen Körpers beobachten, am „Merk Dir was“ kann man alleine oder mit mehreren Mitspielern Paare aus den mit Tiermotiven versehenen Holtäfelchen bilden, so wie man es aus dem bei Kindern beliebten „Memory“-Spiel kennt. Mittels der trichterförmigen Konferenz können zwei oder mehrere Kinder auch über eine größere Distanz hinweg miteinander kommunizieren, was gleichermaßen faszinierend und vergnüglich ist.
Neben der Burganlage befindet sich ein Bereich mit Schaukeln für verschiedene Altersgruppen und physische Gegebenheiten der Kinder. Schaukeln und Wiegen sind auf vielfältige Weise mit der kindlichen Erfahrungswelt verbunden. Immer wieder suchen Kinder Möglichkeiten, diese schwingenden Bewegungen zu erleben. In der Nestwiege zu liegen ist vor allem dann schön, wenn ein Mitspieler sie von außen in Bewegung setzt. Wenn mehrere „Küken“ im Nest sitzen, ist der Spaß besonders groß.
Eine weitere Besonderheit des neu eröffneten Inklusionsspielplatzes ist die nachhaltige Gestaltung des Bodenprofils aus speziellen Holzhackschnitzeln, die sich von handelsüblichen Frischholzhackschnitzeln dadurch unterscheiden, dass sie aus trockenen Hölzern hergestellt werden. Dadurch ist der Bodenbelag wesentlich langlebiger und muss nicht regelmäßig ausgetauscht, sondern lediglich in größeren Zeitabständen nachgefüllt werden. Er erhält seine besondere Struktur durch ein spezielles Produktionsverfahren, so dass die kleinen Holzhäcksel sich verzahnen können. Dadurch entsteht ein deutlich geringerer Wegspieleffekt und das Material ist auch mit Rollstühlen und Kinderwagen befahrbar – was hier auf dem Inklusionsspielplatz in Oberstdorf ein grundlegendes Erfordernis ist.
Insgesamt ist der neue Spielraum ein gelungenes Beispiel für zukunftsfähige Spielplatzplanung, die verschiedenste Gegebenheiten und unterschiedlichste Fähigkeiten der Kinder berücksichtigt, so dass hier letztlich ein kurzweiliges Vergnügen für die ganze Familie entstanden ist.